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Pampow gewinnt Verbandsligaderby beim FCE 2:0 (0:0)
Der MSV Pampow gewinnt vor rund 500 Zuschauer das wohl schwerste Spiel der Saison gegen den "großen" FC Eintracht Schwerin mit 2:0 auf der Paulshöhe. Vor Jahren hätte man noch gesagt, dass es sich um das Duell "David gegen Goliath" oder der Landeshauptstädter gegen die Bauern vom Nachbarschaftsort handelt, der nur als Punktelieferant dient. Aber in dem Jahr 2010 ist das ein Verbandsligaduell, was mindestens auf Augendhöhe stattfindet aus Pampower Sichtweise.
Zerfahrene erste Halbzeit
Pampow fand in der ersten Halbzeit fast überhaupt nicht statt, da der heimische FC Eintracht im Defensivverbund clever verschob und in der Zweikampfführung dominanter war. Torchancen hatte der FCE trotzdem keine - und das obwohl die Schweriner mit den schnellen Wittkowski, Dechau oder Schmandt die "fast" perfekten Spieler für ein fixes Umkehrspiel aufgestellt hatten. Aber die Verteidigung des MSV Pampow um Michel Rickler und Sebastian Drews war jederzeit in der Lage, das Spiel zu beherrschen und zu beruhigen, so dass die Angriffsbemühungen im Keim erstickt wurden. Trotz der unzureichenden Leistung der Elf von Uwe Brauer und Björn Hecht in der ersten Halbzeit hatte man die Möglichkeit, das erste Tor zu erzielen. Danny Thomas lief nach Vorarbeit von Martin Zientz von der MIttellinie fast alleine auf den Schweriner Torwart Losereit zu, schoss den Ball aber kläglich neben das Tor. Pampow wurde kurz vor der Pause etwas besser, was auch daran lag, dass Christoph Drewes, Schwerins Abwehrorganisator, verletzt raus musste. Die letzte Chance hatte der Gast kurz vor dem Pausenpfiff. Nach einer Ecke flutschte der Ball zu Pönisch durch und Ronny Losereit musste alles aufbringen, um die Führung der Pampower zu verhindern. Der abgewehrte Ball landete vor den Füßen von Martin Zientz, der aber nur den Pfosten traf.
Doppelschlag ebnet Sieg
Dass sich etwas ändern musste, dass man siegreich vom Platz gehen würde, war klar für die Trainer des MSV Pampow. "Nur zwei Prozent aller Mannschaften gehen nach so einer Leistung als Sieger vom Platz. Dass die Mannschaft den Charakter hat so ein Spiel gedanklich zu biegen, hat sie in der Vergangenheit schon bewiesen und so war es auch dieses mal", so MSV-Trainer Brauer. Genau darauf verwies der Trainer auch in der Pausenansprache und baute die Truppe somit auf und gab ihnen neuen Mut. Personell veränderte er die Mannschaft dann auch. Für Felix Rickler, vor der Saison von Eintracht zu Pampow wechselte, kam der kampfstarke Peter Waack im Sturm. Aber diese Umstellung war weniger die Ursache, dass Pampow engagierter zu Werke ging in den zweiten 45 Minuten. Es war die Einstellung, die stimmte. Pampow wusste es, die Unordnung im Team der Heimmannschaft zu nutzen. Heiko Hecht nahm einen Diagonalball im Strafraum mit der Brust runter, umkurvte noch einen Gegenspieler und überwindete mit einem Flachschuss Ronny Losereit zum 1:0 (52.). Nur wenig später war es dann Danny Thomas, der sogar auf 2:0 erhöhte nach einem feinen Zuspiel von Philipp Pönisch (59.). Das Tor war ein schönes vorgezogenes Geburtstagsgeschenk, denn am Sonntag feierte er seinen 30. Eintracht war nun der Zahn scheinbar gezogen. Nicht anders ließ sich die Situation beschreiben, die beinahe zum dritten Treffer geführt hat. Eintracht versucht sich im Pressing auf die Hintermannschaft des MSV, die in aller Seelenruhe den Ball rausspielt und über die rechte Bahn den Ball in die Spitze bringt. Eine angebliche Abseitsstellung vom vermeidlichen Torschützen Pönisch verhinderte das Tor nach feinem Zuspiel von Waack. Pampow ließ in der Folgezeit die sich bietenden Räume liegen und sorgte mit der eigenen Inkonsequenz im Konterspiel für den "engen" Spielstand. Und dieses Auslassen der Möglichkeiten hätte sich fast gerecht. Heberlein überwandt fast seinen eigenen Schlussmann Jahnke, der den Ball mit einem Reflex noch an den Pfosten lenken konnte. Dass der Ball Sekunden später nicht im Tor des MSV landete, war einfach nur Pech. Dechau wurde zwei Meter vor der Linie so auf Brusthöhe angeschossen, dass der Ball wieder aus dem Fünfmeterraum raussprang. In der 85. Minute kam dann der erste Torschuss des FC Eintracht auf das Gehäuse vom MSV-Schlussmann - insgesamt zu wenig, um den Pampowern die Punkte noch streitig zu machen. Pampow siegt absolut verdient dank einer ordentlichen zweiten Halbzeit und ist nun dritter in der Tabelle.
MSV Pampow: Jahnke - Zientz, Drews, M. Rickler, Heberlein - Groth (verl./25. A. Dahl), H. Hecht, Hasselmann, Pönisch - Thomas (62. Köhn), F. Rickler (46. Waack)
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